Insolvenzbegleitung

Trotz aller Bemühungen um die Rettung eines Unternehmens, manchmal lässt sich die Insolvenz nicht abwenden.

Der Gang zum Insolvenzgericht fällt niemandem leicht, zumal er ein sichtbares Zeichen für unternehmerisches Scheitern darstellt und der Sachverhalt bei uns in Deutschland nach wie vor ein Stück weit stigmatisiert ist. Negativ-Begriffe wie "Pleite" oder "Bankrott" belegen das. Dabei muss die Insolvenz nicht das Ende sein, sondern kann den Beginn eines Neuanfangs darstellen.

Die Insolvenz muss nicht das Aus bedeuten

Früher zielte das Insolvenzrecht vor allem darauf ab, die Befriedigung der Gläubiger aus der Insolvenzmasse sicherzustellen und zu regeln. Dies führte in sehr vielen Fällen zu einer endgültigen Zerschlagung des Unternehmens. Die Verwertung der Vermögenswerte sollte dazu dienen, die Gläubigeransprüche soweit möglich abzudecken. Inzwischen ist das Insolvenzrecht reformiert und modernisiert worden. Jetzt wird stärker darauf abgestellt, das Unternehmen zu erhalten und fortzuführen. Außerdem zielt die Reformierung auf einen besseren Interessenausgleich zwischen den von der Insolvenz Betroffenen - dem Inhaber bzw. Gesellschaftern, Gläubigern und Arbeitnehmern.

Zentraler Bestandteil einer fortführungsorientierten Insolvenz ist das sogenannte Insolvenzplanverfahren. In diesem Rahmen können alle Verfahrensbeteiligten eine von der Regel-Insolvenz abweichende Vereinbarung treffen - insbesondere eine solche, die dem Erhalt des Unternehmens dient. Basis der Vereinbarung ist der Insolvenzplan, der dem Gericht vom Insolvenzverwalter bzw. Schuldner (dem Unternehmer bzw. Unternehmen) vorzulegen ist. Der Insolvenzplan ist Ihre Chance, Ihr Unternehmen doch noch zu retten. Voraussetzung ist ein entsprechend tragfähiges Konzept, das von allen Seiten akzeptiert wird. Wir helfen Ihnen dabei.

Wir unterstützen Sie umfassend bei Ihrem Insolvenzplan

Unser Anspruch beschränkt sich dabei nicht nur darauf, der Insolvenzordnung zu genügen, sondern wird begleiten Sie in Abstimmung mit dem Insolvenzverwalter über die reine Konzeptentwicklung hinaus auch bei der Implementierung und Umsetzung Ihres Insolvenzplans. Nach den Vorgaben der Insolvenzordnung muss er sich in einen darstellenden und einen gestaltenden Teil gliedern:

  • der darstellende Teil beschreibt die Unternehmenssituation, die Insolvenzursachen und das Sanierungskonzept. Dazu gehören auch entsprechende Planungsrechnungen;
  • im gestaltenden Teil wird aufgezeigt, wie sich die rechtliche Stellung der Beteiligten durch die Planumsetzung verändert.

Wir unterstützen Sie bei der Entwicklung und Erstellung beider Insolvenzplan-Teile. Dabei kommt Ihnen unsere langjährige Erfahrung aus der Beratung und Begleitung insolvent gewordener Betriebe zugute. Wir wissen, worauf bei der Konzepterstellung zu achten ist. So erhalten Sie eine tragfähige Leitlinie, um Ihr Unternehmen neu zu strukturieren und wieder Finanzierungsspielräume zu gewinnen. Wir beraten und begleiten Sie außerdem während der gesamten Dauer des Insolvenzplanverfahrens - auch bei den schwierigen Verhandlungen mit Gläubigern und Banken. Das gibt Ihnen zusätzliche Sicherheit und Sie können sich wieder stärker auf Ihre eigentlichen unternehmerischen Aufgaben konzentrieren.

Vorteile für beide Seiten

Ein überzeugender Insolvenzplan bietet sowohl Ihnen als auch Ihren Gläubigern viele Vorteile.

Als Unternehmer

  • gewinnen Sie die Initiative und Handlungsfreiheit im Hinblick auf die Führung Ihres Unternehmens zurück;
  • können Sie Inhaber Ihres Betriebs bleiben;
  • erhalten Sie wieder eine Perspektive für Ihre wirtschaftliche Existenz;
  • können Sie oft eine umfassende persönliche Haftung vermeiden.

Ihre Gläubiger profitieren

  • durch in der Regel höhere Quoten als bei Zerschlagung des Unternehmens;
  • von künftigen Rückzahlungen, die durch die Fortführung des Unternehmens ermöglicht werden;
  • durch Mitwirkungsrechte bei der Insolvenzgestaltung;
  • als Anteilseigner vom Werterhalt.